Marahon-Joggling-Übersicht

12.10.2008

1. Wernsbachtaler Nachtmarathon

Ohne Jonglage, 44,4 km, ca. 6 h

03.10.2008

13. Nürnberger Stadtlauf

3 Bälle, 21 km, 2:07 h, ohne Pause ohne Drop

17.07.2008

5. FunRun Nürnberg Südwestpark

3 Keulen, 11 km, 1:05:07 h, ohne Pause, mind. ein Drop

03.10.2007

12. Nürnberger Stadtlauf

3 Bälle, 21 km, 2:13 h, ohne Pause ohne Drop

19.07.2007

4. FunRun Nürnberg Südwestpark

3 Keulen, 12 km, 1:17 h, ohne Pause, ohne Drop

17.06.2007

Jahrtausend-Marathon in Fürth

3 Bälle, 42 km, 4:57:25 h, ca. 10 Drops

21.05.2006

6. Heilbronner Trollinger Marathon

3 Bälle, 42 km, 5:03:18 h, kurze Geh- und Esspausen, ein Drop

03.10.2005

10. Nürnberger Stadtlauf

3 Bälle, 21 km, ca 2 h, ohne Pause ohne Drop

Oktober 1997

Muna Neuendettelsau

3 Bälle, 15 km, 1:35 h, ohne Pause ohne Drop

August 1995

Muna Neuendettelsau

3 Bälle, 5 km, viele Drops, erste Erfahrungen

Wernsbachtaler Nachtmarathon 11./12. Oktober 2008

Nürnberger Halbmarathon 3.10.2008

Meine Wertung: Zeit: 2:07:44 h mit 3 Bällen ohne Pause und ohne Drop. Daneben Peter mit 4 Bällen.

Laufbericht: Nürnberger Halbmarathon 3.10.2007 - Ein familiärer Lauf

Offizielles:
am 3. Oktober 2007
Start um 13.30 Uhr am Opernhaus
Siehe auch Erwins Bericht: Erwins Bericht über den Lauf

 

Meine Wertung:
Zeit: 2:13 h

Es war wieder mal aus meiner Sicht ein schöner Lauf mit tadelloser Organisation, bestem Laufwetter und dazu noch auf einer meiner Hausstrecken: um den Wöhrder See. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat mich mehr schwitzen lassen wie sonst. Aber meine leichte Erkältung hat mir keine Probleme bereitet, außer dass ich jetzt am Abend einen etwas angegriffenen Hals habe.
Auch dieses Mal - wie schon vor zwei Jahren - war ich nicht der einzige Jongleur unter den Läufern, Peter Meyer war wieder dabei. Obwohl ich mich angestrengt habe, ist es mir nicht gelungen, ihn mal zu Gesicht zu bekommen. Aber er hat mir gleich am selben Tag noch gemailt. Wir wurden beide unterwegs auf den zweiten Jongleur angespochen: 'Guck mal, da ist noch ein Jongleur!'
Wie gewöhnlich legte ich keinen Wert auf Rekorde, mein Ehrgeiz ging wieder in die Richtung, keinen Ball fallen zu lassen. Ich lief mit Nadja am Beginn langsam ganz hinten und legte dann bis zu Halbzeit langsam an Tempo zu. 1:09 Stunden für die erste Runde, dann in der zweiten Runde dann noch etwas schneller 1:04 Stunden. Ich dachte, vielleicht kann ich meine Arbeitskollegen einholen oder den Jongleur.
Aber im Großen und Ganzen hielt ich mich am mein Lauf-Motto: Für mich zählt nicht der Wettkampf sondern der Fun (-Run).
Angesprochen auf mein Jonglieren beim Laufen antwortete ich oft: 'Ich mache das, damit es nicht auffällt, wie langsam ich laufe.' oder 'Durch das Jonglieren kann ich langsam hinterherlaufen und bekomme statt Mitleid sogar noch Anerkennung und Applaus.' Den vielen Applaus und erstaunten Kommentaren beantworte ich gewöhnlich mit einem dankbaren Lächen oder einem lächelnden Danke.
Es war wieder mal ein Lauf - wie auch schon vor zwei Jahren in Nürnberg - ohne Jonglier-Pause und auch ohne dass mir ein Ball heruntergefallen ist.
Der Höhepunkt ist der Zieleinlauf gewesen. Es ist schön sich auf den letzten Metern vom Applaus der Menge tragen zu lassen, die Beine schweben nur so dahin... Nadja meinte: 'Das ist wie beim Bergsteigen, ein herrliches Gefühl, wenn man oben ist.'
Ich bin zufrieden. Der Lauf war ein weiterer Meilen-Stein auf dem Weg zum Marathon in München in 11 Tagen.
Schönen Dank an die Mitläufer aus dem Team-Bittel, an Erwin, der wieder alles gemanaged hat, und an meine Arbeitskollegen Jochen und Stefen - heute mal mit Frauen. Auch meinen Schulfreund, Konstantin, habe ich wieder getroffen. Das macht den Lauf zum familiären Ereignis. Dank an Nadja, die ich besonders in der zweiten Runde recht gefordert habe. Und natürlich einen Dank an meine Familie, die mich durch meine Lauftrainings und durch diesen Halbmarathon immer wieder entbehren muss.

Ingbert Bittellis 2. Marathon

Offizielles:
am 17. Juni 2007
Jahrtausend-Marathon in Fürth
Start um 9.30 Uhr an der Fürther Freiheit

Meine Wertung:
Zeit: 4:57:25 h (1. Platz 2:37 h)
Platz: 1286. von 1407 Finishern
50.000 Würfe und vielleicht 10 Drops

Das Wesentliche zuerst:
Am Anfang ging es noch bis km 30, aber dann fand ich es einfach zu heiß zum Laufen und gleichzeitig nahmen meine Kräfte immer mehr ab. Dann habe ich mich nur noch so vorwärts gequält. Mein Bruder hat mich von da an in Ziel gezogen, ich weiß nicht, wie es alleine gewesen wäre.

Es war auch kein überragendes Ambiente ... ABER:
... die Leute waren super drauf, freuten sich über mich, den einzigen jonglierenden Läufer und feuerten uns an, manchmal kam es mir vor wie ein starker Rückenwind.

Nach dem Lauf:
... habe ich mich erst mal hingelegt und konnte eine halbe Stunde weder aufstehen noch etwas essen. Übelkeit überfiel mich und Müdigkeit und mein Kreislauf war auch nicht mehr auf der Höhe. Auf dem Heimweg nach ein paar Süßigkeiten und zwei Bier ging es dann aber schon wieder ganz gut.

Das Jonglieren:
... war nicht mehr die Herausforderung, ich wusste vom ersten Marathon, dass das geht. Diesmal war es noch weniger anstrengend, ich hatte nicht einmal ein leichten Muskelkater am nächsten Tag. Meine drei Holzkugeln hatten sich ja schon das letzte Mal als ideal erwießen. Ich machte diesmal keine Jonglierpausen in Steigungen, die ich gelegentlich gehend überwand. Der Rhythmuswechsel vom Laufen zum Gehen brachte gelegegentlich einen Ball zum Fallen. Aber beim Joggen hatte ich eigentlich nur zwei oder drei Drops, wenn ich mich richtig erinnere und die nur in extremen Situationen, einmal wollte mich mein Bruder von der Seite mit Wasser vollschütten, der Abwehr-Reflex bracht einen Ball zum Fallen.

Resume:
Schön, dass ich es wieder geschafft habe, dank Erwin und Stefan. Schön, dass ich meinen Grenzen mal so nahe kommen durfte. Aber für das nächste Mal suche ich mir lieber einen früheren oder späteren Zeitpunkt, an dem so eine Hitze weniger wahrscheinlich ist. Ich bin wohl einer, der gerne kühles Wetter beim Laufen mag.
 
Erwins Bericht über unseren gemeinsamen Lauf

 

Ingbert Bittellis 1. Marathon


6. Heilbronner Trollinger Marathon am 21. Mai 2006

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Stefan und ich am Beginn des Marathons. Direkt hinter uns der 'Besenwagen'

Mein erster Marathon und dann gleich mit fast 400 Höhenmetern und auch noch mit 3 Holzkugeln jonglierend

42 - Die Antwort auf die Frage, warum ich mir das antat?

Da gibt es einige Gründe. Zunächst bin ich 42 und welches Alter passt besser zu einem 42-km-Lauf, der noch dazu am 21. stattfindet.

Stefan, mein Arbeitskollege, hat mich überredet.

Einige Leute meinen, dass Marathonläufer mit dem Laufen ihrer Midlife-Crisis begegnen. Bei mir steht die Suche nach dem Sinn des Lebens im Mittelpunkt. Wer Film oder Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" kennt, weiß wovon ich rede.

Wie habe ich mich vorbereitet? 

Ich hatte nie vor, einen Marathon zu laufen. Jedoch scheint meine Vorbereitung in den letzten Jahren geradewegs darauf abzuzielen: Die letzten 5 - 6 Jahre habe ich mein Laufpensum kontinuierlich von 5 km auf 20 km pro Woche gesteigert. Während dieser Zeit bin ich größten Teils jonglierend gelaufen (3/4 Bälle, 3 Keulen).

Dieser Zeit schloss sich dann ein halbes Jahr intensive Marathonvorbereitung an. 885 km bin ich vom 30. November 2005 bis zum 21. Mai 2006 gelaufen, durchschnittlich ca. 36 km pro Woche. Größtenteils habe ich dabei nicht jongliert, weil es im Winterhalbjahr zu meinen Trainingszeiten noch oder schon wieder dunkel war. Acht 30er-Läufe habe ich in der Vorbereitungsphase gemacht (Danke Jost für den Tipp!). Viele wertvolle Tipps erhielt ich auch von meinem Bruder, Erwin, an dessen Lauftreff ich in den letzten Jahren immer wieder mitmachte.

Speziell auf das Jonglieren habe ich mich nicht vorbereitet, aber nachdem ich seit etwa 15 Jahren täglich eine Stunde mit Bällen, Keulen und Ringe jongliere, sah ich da auch keine Schwierigkeit. Ich hatte jedoch auch noch nie länger als 2 Stunden am Stück 3 Bälle jongliert. Es blieb somit spannend, was meine Arme zu dieser Marathon-Jonglage sagen.

Wie war meine Ausstattung?

Gute Laufschuhe hatte ich mir ein paar Wochen vor dem Marathon geleistet. Sonst hatte ich keine weitere Ausstattung wie Pulsmesser oder Laufkleidung.

Die Jogging-Jonglierbälle hatte ich auch schon über Jahre getestet. Am besten kam ich mit Holzkugeln (Boccia-Kugeln, 110 g, Durchmesser ca. 70 mm) zu Recht. Die sind gut bei jedem Wetter, kleben nicht wie Kunststoff-Stageballs und sind unempfindlich gegen Dreck und Nässe.

Wie ist der Fun-Run gelaufen?

Stefan mit Familie und ich sind bereits am Vorabend angereist. Angemeldet habe ich mich unter dem Team-Bittel. Anschließend haben wir eine regnerische und stürmische Nacht auf einem Zeltplatz verbracht. Einen Trollinger - zur Anmeldung erhalten - haben wir dann auch noch am Vorabend zu dritt getrunken.

Das Wetter am Lauftag war dann ideal: kühl und bedeckt, einmal hat es für 5 Minuten geregnet. Ich habe mir trotzdem die Team-Bittel-Mütze aufgesetzt und mich mit Sonnencreme eingeschmiert. Gefrühstückt habe ich nicht, in der Marathonvorbereitung bin ich auch stets nüchtern gelaufen.

Den Startschuss bekamen wir nur von weitem mit, wir waren irgendwie etwas zu spät dran und mussten noch einen Umweg zum Start auf uns nehmen. Machte nichts.

Die ersten 10 km bis zum ersten richtigen Gipfel liefen wir ganz langsam (ca. 7,5 min/km), zu langsam, wie Stefan nicht müde wurde zu betonen. Wir überholten niemanden, direkt hinter uns fuhr der Besenwagen.

Wir waren so langsam, dass wir einem etwas dicklichen Power-Walker die ganze Zeit nicht näher kamen. Steile Passagen sind wir gegangen. Zum regelmäßigen Trinken sind wir jeweils stehen geblieben.

Erst ab km 10 legten wir etwas zu. Die nächsten 20 km liefen wir so 6,5 min/km, die weniger fitten Läufer überholten wir da, aber die große Masse war schon weit voraus. Ab ca. km 15 gab es zusätzlich Trollinger-Wein zum Trinken, was ich gelegentlich in Anspruch genommen habe, insgesamt vielleicht einen Schoppen. Auch die Bananen-Stückchen habe ich gegen Enge gerne gegessen.

Unsere Zwischenzeit nach dem halben Marathon war 2:30:03 h.

In der 2. Hälfte (2:33:15 h) ließen wir uns sogar noch - etwa bei km 35 - ein paar Minuten massieren. Das war eine tolle Sache. Die letzten 10 km liefen wir dann wieder langsamer, die Beine waren auch schon müder und ich wollte kein Verletzungs- oder Krampf-Risiko eingehen. Stefan konnte ich fast nicht mehr bremsen. Kurz vor dem Einlauf in das Stadion gab ich dann nach und wir spurteten ins Ziel. Unsere Endzeit war netto 5:03:18 h (brutto 5:05 h).

Insgesamt habe ich wohl ca. 45.000 Bälle geworfen und gefangen. Drops gab es keinen, OK einen halben, als mir bei einer Geh- und damit auch Jonglier-Pause ein Ball aus der Hand gerutscht ist. Bei Geh-Pausen (Jonglier-Rhythmus passt nicht zum Geh-Rhythmus) und beim Trinken habe ich nicht jongliert (insgesamt ca. 2 km von den 42,195 km).

Die Leute haben sich natürlich gefreut, ich war ja auch der einzige Jongleur auf der Strecke. Sie munterten mich immer wieder auf mit Kommentaren wie: 

Am Ende war ich dann von ca. 796 Leuten, die im Ziel ankamen auf dem 758. Platz.

Ein Dank gilt meinem Mitläufer Stefan Erdtmann, der stets an meiner Seite ausgehalten hatte. (Ich weiß, es war schwer für dich so langsam zu laufen.) Ich war ja schon immer stolz darauf, von mir sagen zu können, dass ich beliebig langsam laufen kann.

Während der letzten Stunde hat mein linker Unterarm leicht geschmerzt. Bei Bergen habe ich die Waden gemerkt. In der Vorbereitung bin ich so gut wie keine Berge gelaufen. Sonst alles sehr entspannt und auch nachher gab es kaum Nachwirkungen. Bin zwei Tage später schon wieder 10 km flott mit 3 Bällen gelaufen. Ohne Hast und Eile und ohne größere Beschwerden, genau so habe ich mir meinen ersten Marathon gewünscht.


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